Kopfbild Handball
Handball

Findorffs nervenstarkes Finale

2. Relegationsspiel: SG Findorff 1 – SV Gramke-Oslebshausen 2 25:21 (15:11)

Hinspiel: 24:27, SG Findorff damit Meister der Bremenliga und Aufsteiger in die Landesklasse.

Findorff 1 gewinnt Relegationsrückspiel gegen SVGO 2 mit 25:21 und steigt in die Landesklasse auf / Hinspielniederlage egalisiert / Füchse am Ende nervenstark / David Ahrens Turm in der Schlacht / 300 Zuschauer bilden würdigen Rahmen

Spannender hätte es kaum sein können. Nach der 27:24-Hinspiel-Niederlage schenkten sich die SG Findorff und die SV Gramke-Oslebshausen beide nichts und lieferten ein echtes Kampfspiel ab, das keine Wünsche offen ließ. Am Ende waren die Findorffer mit der 25:21-Revanche die Glücklicheren, weil den Gästen auch etwas die Nerven versagten. Über 60 Minuten lieferten sich beide Teams einen echten Endspielthriller, der bis zum Abpfiff seinem Namen gerecht wurde. Den letzten Strafwurf hielt David Ahrens, das war jedoch wegen der Auswärtstoreregel nicht mehr entscheidend. Der jubelnden Fangemeinde war das jedoch relativ egal und der Jubel kannte keine Grenzen.

Der Mammutaufgabe bewusst, begann die SG Findorff gleich wie die Feuerwehr. Basierend auf einer konzentrierten Abwehrleistung wurden gleich zwei Angriffe der Gäste entschärft und die Konter konsequent verwertet. Das frühe 3:0 hätte sogar noch erhöht werden können, jedoch hielt der gute Gästetorhüter seine Farben im Spiel. So erholten sich die Gäste und blieben dran. Trotzdem lag die SG stets in Front und legte über 9:6 und 13:9 bis zur Pause die nötigen vier Tore Differenz vor.

Auch nach dem Wechsel blieb es spannend. Drei Tore, vier Tore, eine vorzeitige Entscheidung wollte nicht fallen und so steigerte sich die Spannung weiter bis in die Schlussphase. Zehn Minuten vor dem Ende kassierte SVGO eine doppelte Zeitstrafe. Die Füchse behielten - im Gegensatz zum Hinspiel - einen kühlen Kopf und legten beim 22:20 die vorentscheidenden Treffer zum 25:20 nach. Trotzdem waren die letzten Minuten nichts für schwache Nerven. Denn in Überzahl bäumten sich die Gäste noch einmal auf und erspielten sich gute Möglichkeiten. Nun avancierte Torhüter Davis Ahrens zum Turm in der Schlacht und sicherte seinem Team mit einigen Paraden den nötigen Vorsprung. Dabei zeigten die Herausforderer ungeahnte Nerven und konnten so nur noch zum 25:21 verkürzen. Der letzte Strafwurf der Gäste mit dem Schlusspfiff war nicht mehr entscheidend. Dass Ahrens diesen auch noch parierte, brachte die rund 300 Zuschauer in der ausverkauften Halle an der Nürnberger Straße jedoch noch mehr zum Toben.

Fazit: Dieses Endspiel bot alles, was man sich von so einem Finale wünscht. Die Füchse zeigten sich in den entscheidenden Phasen nervenstark, mit dem nötigen Biss und einer geschlossenen Mannschaftsleistung über das gesamte Spiel. Das hatte im Hinspiel gerade nervlich noch etwas anders ausgesehen… Dazu ein ständiges Hin und Her und stets zwei bis fünf Tore in Führung. Dann noch die hektische Schlussphase mit drei Roten Karten und das grandiose Finale – Handballherz, was willst du mehr?!

Neben Torwart Ahrens waren vor allem Jan Nikutowski und Marc Bösewill im Angriff hervorzuheben. Youngster Pablo Carneiro Alves überzeugte als Joker mit tollen Anspielen und Toren und Marcel Mansch blieb bei all seinen Strafwürfen eiskalt. „Eine tolle Kollektiv-Leistung meines Teams, das diesmal keinen Ausfall zu beklagen hatte!“ jubelte Coach Thorsten Terborg nach dem Schlusspfiff. „Ein großer Dank geht an die Zuschauer, die uns phantastisch unterstützt haben, einfach meisterlich!“ so der stolze Trainer, der jetzt mit seinen Eleven die Landesklasse aufmischen will. Nach dem Spiel wurde im Rahmen der Saisonabschlussfeier die Nacht zum Tag gemacht.

Spielverlauf:  3:0, 3:2, 4:3, 6:3 (11.), 6:5, 7:6, 9:6, (18.), 9:8, 10:9, 13:9, 15:10, 15:11 // 16:12, 17:13, 18:14, 18:16, 20:16 (41.), 22:18, 22:20 (52.), 25:20 (58.), 25:21

7 m:                SGF: 6/7                                                        SVGO: 5/11

2 Min.:            SGF: 4                                                            SVGO: 4

Rote Karten:   SGF: 2 (Bösewill (58.), Gresens (60.))         SVGO: 1 (Humann (60.))

SG: David Ahrens, Jasper Hämmerling; Nicolas Schlobohm, Jelle Gresens 3/1, Felix Schröder 2, Jasper Brunswick, Pablo Carneiro Alves 2, Jan Nikutowski 6, Steffen Bertram, Marcel Mansch 5/5, Marc Bösewill 4, Jan-Gerd Mess 1, Tobias Laechelin 2, Sebastian Weirauch

Thorsten Terborg

Aufstieg 1. Herren

 

 

SG FINDORFF E.V.
Hemmstraße 357-359 · 28215 Bremen
Telefon: 0421-35 27 35
kontakt@sg-findorff.de
www.sg-findorff.de